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Ich halte jeden, mit dem ich spiele, so lange für einen Meister, bis er mir das Gegenteil bewiesen hat. >>Wassili Panow

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Turniersaal Naunhofer Weihnachtsblitzturnier width=Blick in den Turniersaal

Einen Tag nach unserer Weihnachtsfeier sollte es für mich gleich schachlich weitergehen, ich stellte mich dem Teilnehmerfeld beim 19. Naunhofer Weihnachtsblitzturnier. Im Rahmen der Weihnachtsfeier ging es zunächst geschlossen zum Griechen lecker speisen, um im Anschluss 2 Stunden gemütlich auf der Bowlingbahn zu verbringen. Das Bowlingturnier wurde dabei eine sichere Beute von Oerti. Nach 5 Stunden Schlaf ging es für mich dann zum Blitzen nach Naunhof. Wobei in Naunhof mit 10 Minuten Bedenkzeit geblitzt wird. Für mich ungewöhnlich, aber durchaus interessant, lässt es doch ein wenig mehr Spielraum, um über den ein oder anderen Zug mal nachdenken zu können. In Runde 1 hatte ich mit meinem Gegner Jörg Lindhorst vom SC Rote Rüben Leipzig, DWZ 1296, keinerlei Probleme. Jörg griff im Mittelspiel fehl und ich brachte den Sieg sicher nach Hause.

 
Runde 2 bescherte mir einen alten Bekannten. Gegen Robin Jacobi vom SV Empor Erfurt, DWZ 2245, hatte ich meine Figuren eigentlich ganz gut in Stellung gebracht, verbrauchte dabei aber zuviel Zeit, sodass ich im Endspiel bei knapper Zeit nicht die nötigen Verteidigungszüge fand. Meine Gesamtbilanz gegen Robin ist mit 0,5:4,5 inzwischen deutlich negativ. Zuletzt unterlag ich ihm vor knapp 11 Monaten beim AGM-Open.
Runde 3 war die einzige Runde mit der ich wirklich unzufrieden war. Gegen Bert Riedel, inzwischen für den SV Motor Zeitz spielend, DWZ 1809, steckte ich ausgangs der Eröffnung unmotiviert einen Bauern ins Geschäft. Fortan igelte sich Bert allerdings bis zur Bewegungsunfähigkeit ein und er musste eine Leichtfigur geben, um sich entfalten zu können. Meiner Ansicht nach stand ich dann auf Gewinn, öffnete jedoch die falschen Linien. Wiederum bei knapper Zeit gelang es mir nicht, seinen Angriff auf meinen König zu parieren. Nach einem Sieg gegen Bert im Jahr 2018 steht es nun ausgeglichen 1:1.

In Runde 4 machte es mir Wolfgang Arnold, DWZ 1530, im Franzosen einfach. Seine Schwächen auf den schwarzen Feldern konnte ich zum Material- und Partiegewinn nutzen. Auch gegen Wolfgang steht es in der Gesamtbilanz nun 1:1, nach einer Niederlage beim Makkabi-Blitzturnier im Jahr 2017.
Runde 5 gegen Jürgen Rudolph vom SV Springer Leipzig, DWZ 1560, verlief ähnlich. Jürgen stellte zunächst einen wichtigen Zentrumsbauern ein und gab direkt auf, nachdem er auch noch einen Qualitätsverlust Turm gegen Läufer übersah. 4:1 führe ich nun im Duell mit Jürgen.
Runde 6 brachte mir den ersten Spieler vom Gastgeberverein SC Naunhof ans Brett. Gegen Torsten Schikor, DWZ 2038, erzielte ich bei heterogenen Rochaden Fortschritte auf der halboffenen g-Linie. Diese mündeten in einem Endspiel, in dem ich das Läuferpaar besaß. Allerdings verbrauchte ich bei meinen Gewinnversuchen im Mittelspiel zuviel Bedenkzeit, sodass ich das Endspiel nicht mehr auf Gewinn spielte. Remis war schnell beschlossen.

Urkunde und PreisgeldUrkunde und Preisgeld

In Runde 7 ein ähnliches Bild. Im Damengambit gegen Karl-Heinz Lehmann vom SF Fortuna Leipzig, DWZ 1968, war ich es der mit den schwarzen Steinen auf Sieg spielen konnte. Allerdings fand ich wiederum keinen Gewinnweg und so ging ich bei knapp werdender Bedenkzeit der Zugwiederholung nicht aus dem Weg.
In Runde 8 durfte ich nochmal gegen einen Einheimischen vom SC Naunhof spielen. Gegen Martin Krämer, DWZ 1941, hatte ich diesmal aber Glück. Beim Übergang ins Endspiel ging Martin an der Gewinnkombination vorbei und entließ mich stattdessen in ein leicht besseres Endspiel. Da ich aber wiederum knapp in der Zeit lag, spielte ich auch dieses Endspiel nicht aus und begnügte mich mit der Punkteteilung.
In der 9. und letzten Runde traf ich auf Frank Wilke vom SV Motor Zeitz, DWZ 1821. Gegen Frank spielte ich nochmal voll auf Sieg, übernahm zügig die Initiative auf dem Brett und bog nach einem Qualitätsgewinn auf die Siegerstraße ab. Der Materialvorteil summierte sich zu einem Turm, ich musste nur noch ein paar Schachgeboten ausweichen und konnte dann den ganzen Punkt mitnehmen.

Mit dem Zeitmanagement hatte ich so meine Probleme, zumeist hatte ich deutlich mehr Bedenkzeit verbraucht als meine Gegner. Ansonsten hätte ich gern das ein oder andere Endspiel noch ausgekämpft. Mit 5,5 Punkten aus 9 Runden spielte ich insgesamt aber ein gutes Turnier und lief auf Rang 11 auch 3 Plätze vor meinem Setzlistenplatz ein. Belohnt wurde ich mit dem DWZ-Preis unter 1900 DWZ. Das Turnier gewonnen hat der Internationale Meister Hannes Langrock vom ESV Nickelhütte Aue.




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