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Ich halte jeden, mit dem ich spiele, so lange für einen Meister, bis er mir das Gegenteil bewiesen hat. >>Wassili Panow

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Rg
G
S
R
V
MP
BP
1 TSV Elbe Aken 186354109 28.0
2 TSG Wittenberg54109 24.5
3 SV 51 Zerbst/Roßlau54018 24.0
4 SG Jeßnitz53117 24.0
5 SG Chemie Wolfen53117 21.5
6 SG Chemie Bitterfeld52125 21.0
7 SSC Annaburg52034 18.0
8 SG 1871 Löberitz II50141 17.0
9 SV G/W Piesteritz II50050 11.5
10 SK Dessau 93 III50050 10.5

Der erste neue Beitrag seit Juni letzten Jahres?! Mitnichten. Nüchtern betrachtet muss man sich jedoch eingestehen, dass die letzten Blogeinträge durchweg schlecht geschrieben waren. Konsequent wurden sie daher von unserer Website entfernt. [Nachtrag; Einiges wurde doch gerettet!] Nun soll alles besser werden. Zunächst jedoch ein kurzer Rückblick über das fehlende halbe Jahr. Nach dem Aufstieg in der Vorsaison starteten wir ausgezeichnet in die Saison. Einem deutlichem 6:2-Erfolg über die Piesteritzer Reserve folgte ein überraschender 4,5:3,5-Auswärtssieg bei der SG Chemie Bitterfeld, sodass wir uns zwischendurch auf Tabellenplatz 2 befanden. Tilo korrigierte daraufhin unser Saisonziel zum direkten Durchmarsch. Es folgten zwei deutliche Pleiten gegen den Liga-Primus Aken und die Spielgemeinschaft aus Zerbst und Roßlau, sodass wir inzwischen bis auf Rang 7 durchgereicht wurden. Und mit dem Abstiegskampf ging es nun gegen die SG Chemie Wolfen weiter. Gegen die Wolfener Mannschaft, nahezu in die Bestbesetzung nach Annaburg gereist, müsste schon alles zusammenkommen, damit für uns etwas Zählbares rausspringt. Doch genau das war unser Plan. Dabei konnten wir erstmals in dieser Saison auf Evi zurückgreifen, unsere Miss 100% der letzten Punktspielserie.

Als Erster beendete Dirk seine Partie, der ein sehr frühes Remisangebot zu recht ablehnte, sich kurz darauf jedoch in einer verlorenen Stellung wiederfand. Dirk steckte erzwungenermaßen eine Figur für 2 Bauern ins Geschäft. Die gegnerischen Figuren waren jedoch zu aktiv, sodass Dirks Angriffe schnell verpufften und die Partie verloren ging.

Silke spielte wieder grundsolide. Sie konnte ein vernünftiges Gegenspiel aufziehen, auch wenn ihr Gegner mit den schwarzen Steinen zügig die Initiative übernahm. Leider übersah Silke dann im Mittelspiel eine Kombination, die ihr Material und letztendlich die Partie kostete.

Mit dem gößten DWZ-Unterschied hatte Tilo zu kämpfen. Weiteres Handikap, er musste im 5. Saisonspiel zum 5. Mal die schwarzen Steine führen. Sein fast 600 DWZ-Punkte stärkerer Gegner machte ihm das Leben endsprechend schwer. Tilo verpasste die Möglichkeiten zur Rochade, bei offenen Zentrumslinien fand sein König in der Mitte keinen Schutz, was unweigerlich die Partie kostete. Mit dem 0:3-Zwischenstand war eine Vorentscheidung gefallen.

Gleich doppelten Anlass zur Freude lieferte uns Evi. Zum einen saß Evi erstmals in dieser Saison für uns am Brett und zum anderen gab uns ihr Vorstellungsgespräch tags darauf in Annaburg Hoffnung, dass sich die Anzahl ihrer Einsätze zukünftig wieder erhöht. Sie zeigte dann auch direkt, dass sie eine echte Verstärkung für uns wäre. Ihren 300 DWZ-Punkte stärkeren Kontrahenten hatte sie fest im Griff und konnte in ein Läufer-gegen-Springer-Endspiel mit Mehrbauer abwickeln. Dieses Endspiel reizte Evi aber nicht bis aufs Letzte aus, sie begnügte sich mit Remis. Inzwischen liegt Evi auch ein unterschriftsreifes Angebot aus Annaburg vor, sodass wir uns berechtigte Hoffnungen machen dürfen, Evi zur kommenden Saison öfter am Brett sehen zu dürfen.

Mal was Neues bei Thomas. Nicht neu war zunächst, dass Thomas in Zeitnot geriet und gegen seinen deutlich stärker einzuschätzenden Gegner gut mithielt, ja sogar Gegenspiel kreierte. Neu war jedoch, dass Thomas die Partie erstmals in dieser Saison leider nicht Remis hielt, sondern verlor.  

Fortan ging es nur noch um Ergebniskosmetik. An allen 3 Brettern sah es dafür ganz gut aus. Frank überspielte seinen Gegner mit den schwarzen Steinen, sodass dieser sich genötigt sah einen Springer ins Geschäft zu stecken. Abgezockt fand Frank die korrekte Erwiderung und fuhr den vollen Punkt ein.

Eine starke Partie zeigte wieder einmal Oerti, der es verstand für Komplikationen auf dem Brett zu sorgen. In scharfer, für Umstehende unklarer Stellung trug Oerti den Sieg davon. 

Ich hatte wieder mal mit einem Gegner zutun, bei dem vom ersten Zug an zu spüren war, dass er nur auf ein Remis aus war. Der französischen Abtauschvariante folgten keinerlei ernstzunehmender Angriffsbemühungen. Selbst ankreiden muss ich mir jedoch, dass es mir im Gegensatz zu Oerti auch diesmal wieder schwer fiel, für Verwirrung auf dem Brett zu sorgen. Zwar verteidigte ich mich umsichtig, dies reicht bei einer passiven Spielweise des Gegners häufig nicht für mehr. Als wir uns beide eigentlich schon auf Remis einigen wollten, verriet er mir vorab noch seinen Plan fürs ungleichfarbige Läuferendspiel. Fuchs wie ich bin, war mir umgehend klar, dass er den falschen Plan verfolgte und spielte weiter. Prompt griff er im nächsten Zug fehl, was mir einen wichtigen Zentrumsbauern einbrachte. Mit solider Endspieltechnik konnte ich noch den ganzen Punkt sichern. Ein glücklicher Sieg. 

Ein am Ende knapper Sieg für unsere Gäste, der aufgrund des Spielverlaufs aber auch mehr als in Ordnung geht. Wir haben uns teuer verkauft und gezeigt, dass wir in dieser Liga mithalten können. Die Brettpunkte können in der Endabrechnung noch zum entscheidenden Faktor im Kampf um den Klassenerhalt werden.  

 

SSC Annaburg
1509 3.5 : 4.5 SG Chemie Wolfen 1678
1
Platz,Daniel
1899
1-0
Lehmann,Simon
1862
2
Oertel,Stefan
1626
1-0
Welsch,Holger
1812
3
Mißbach,Frank
1780
1-0
Wust,Roland
1745
4
Helbig,Dirk
1729
0-1
Schwager,Kurt
1741
5
Griehl,Thomas
1228
0-1
Schmalfuß,Martin
1676
6
Platz,Evelyn
1306
0,5-0,5
Krause,Hans-Jürgen
1632
7
Stirl,Tilo
997
0-1
Gronau,Daniel
1580
8
Wartke,Silke
-
0-1
Ehrend,Frank
1378




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