______________
Ich halte jeden, mit dem ich spiele, so lange für einen Meister, bis er mir das Gegenteil bewiesen hat. >>Wassili Panow

► Schachtraining

► Schachrätsel

► Inside

So langsam werden die ersten Präsenzturniere nachgeholt, die seit dem Corona-Beginn verschoben wurden. Dazu zählt auch die Einzelmeisterschaft im Schnellschach die in Merseburg in den 30. Sparkassen-Cup eingebettet wurde. Das Jubiläum ließ ich mir nicht entgehen. Die Schutzmaßnahmen waren angemessen und umfassten das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung abseits des Bretts und dem Desinfizieren der Hände nach jeder Runde. Ich wollte einfach Spaß am Spielen haben und setzte mir keine sportlichen Ziele.  In Runde 1 hatte ich leichtes Spiel. Nach einem taktischen Figurengewinn war die Partie gewonnen. Ungleich schwieriger wurde es da schon in Runde 2, als ich mich zunächst überhaupt nicht in den Ansetzungen wieder fand.

Erst nach mehrmaligem Schauen bemerkte ich, dass ich an Brett 1 gegenüber des DWZ-stärksten Spieler FM Johannes Rudolph Platz nehmen durfte. Trotz des DWZ-Unterschieds gestaltelte ich die Partie bis ins späte Mittelspiel offen. Letztendlich erhöhte der Fidemeister die Schlagzahl jedoch nach und nach bis ich daneben griff. Erneut nach einem taktischen Materialgewinn siegte ich in Runde 3. Hans-Leonard Michalek (SK Oschersleben 1948, DWZ 1652) blieb ohne Gegenspiel und gab nach einer weiteren Gabel auf.

Blick in den TurniersaalBlick in denTurniersaal

Im Griff hatte ich in Runde 4 eigentlich auch Simon Donath (SV Merseburg, DWZ 1326). Doch leider versagte meine Stellungsbeurteilung. Ich wickelte ins Endspiel ab, in der Annahme, einen Sieg auf dem Brett zu sehen. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass die Stellung trotz Mehrbauern nur Remis war. Das war so nicht eingeplant. Konstantin Schäfer (SG Leipzig, DWZ 1796) hieß mein Gegner in Runde 5. Mir gehörte im Mittelspiel die Intiative, diesen Vorteil konnte ich zu einem Bauerngewinn vergrößern. Nachdem ich mich einiger Gegenchancen erwehrt hatte, konnte ich ein Mattnetz spinnen, auf das Konstantin keine Antwort mehr hatte. Der Sieg war meiner und ich baute meine persönliche Bilanz gegen Konstantin auf 3:1 aus. Damit revanchierte ich mich auch für das letzte Spiel, als ich im Mai beim Deutschen Internet-Cup gegen Konstantin verlor. 

In Runde 6 übersah ich gegen Katja Hartung (SV Merseburg, DWZ 1882) zunächst einen taktischen Schlag und verlor einen Bauern. Glücklich bekam ich diesen jedoch wenige Züge später zurück. Das entstandene Turmendspiel verließ die Remisbreite nie. Meine Niederlage in Runde 7 erinnerte mich stark an die Partie in Runde 2. Gegen Reyk Schäfer (SG 1871 Löberitz, DWZ 2074) war auf dem Brett wenig bis gar nix los. Im Schwerfigurenendspiel verfolgte Reyk dann allerdings einem konkreten Plan, während ich nur rumgurkte. Folglich sicherte sich Reyk so doch noch den vollen Punkt. In der Schlussrunde kam Französisch aufs Brett. Dabei konne ich Joachim Just (SV Motor Zeitz, DWZ 1815) nach und nach kleine Schwächen in der Bauernstruktur zufügen. Diese summierten im Verlauf zum Bauerngewinn und einer gewonnen Stellung, in der Joachim nach einem Einsteller umgehend aufgab.

Mit 5/8 bin ich sehr zufrieden, zumal die Siege durchweg überzeugend herausgespielt waren. Vorallem in den beiden Remispartien wäre aber schon noch mehr möglich gewesen. Letztendlich landete ich auf einem guten 15. Rang. Das Turnier gewann in überzeugender Art und Weise mit 7/8 Sebastian Pallas (SG 1871 Löberitz, DWZ 2285). Herzlichen Glückwunsch zum Landesmeistertitel!



favicon.png

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.