Schach in Annaburg => SSC was sonst

Ich halte jeden, mit dem ich spiele, so lange für einen Meister, bis er mir das Gegenteil bewiesen hat.
Wassili Panow
Um im Schach Erfolg zu erringen, muss man es sehr lieben und Talent mitbringen. Gute Schachspieler werden geboren, berühmte werden geformt.
Michail Tal
Wenn Dein Gegner Dir ein Remis anbietet, versuch herauszufinden, weshalb er glaubt schlechter zu stehen.
Nigel Short
Schach bereichert den Menschen in kulturvoller Hinsicht, erweitert seinen Horizont und fördert die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Menschen.
Paul Kerres

SSC Annaburg vs. SK Dessau 93 III 3:3

Blick in den SpielortSSC Annaburg gegen SK Dessau 93 III

Mit der 3. Mannschaft des SK Dessau 93 hatten wir gleich zum Saisonauftakt eine der stärkeren Mannschaften der Liga zu Gast. Neben Jeßnitz und Piesteritz II zähle ich die Dessauer zumindest zum erweiterten Favoritenkreis. Bleibt abzuwarten wie häufig sie in dieser Saison Spieler nach oben abgeben müssen. Gegen uns traten sie zumindest schonmal nicht in Bestbesetzung an. Wir hingegen boten unseren Stamm-Sechser auf. Ich reiste erst frühs aus Leipzig an. Als ich auf dem Parkplatz nur ein Dessauer Auto stehen sah, ahnte ich bereits, dass ich heute wohl nichts zu tun bekommen würde. Und so war es dann auch, ich war wieder mal spielfrei. Aber immerhin 1:0 für uns.  

An den weiteren 5 Brettern wurde gespielt. Roland versuchte sich in der königsindischen Verteidigung und war gegen seinen letztjährigen Pokalkontrahenten um Wiedergutmachung bemüht. Mit den schwarzen Steinen sah sich Roland einiger Angriffe gegenüber. Diese wehrte er jedoch gekonnt ab und ein Bauerngewinn am Königsflügel machte Hoffnung auf Zählbares. Und so kam es, der Dessauer fand keinen Gewinnweg und nahm Rolands erstes Remisgebot dann auch an. Punkteteilung, Revanche teilweise geglückt.  

Fabian spielte eine für ihn typische Partie. Zunächst kam Fabian gut aus der Eröffnung, beanspruchte das Zentrum für sich und blockierte die Entwicklung seines Gegners weitestgehend. Soweit so gut, doch nun ging es wieder anders herum. Fabian trieb leider nicht die eigene Entwicklung und Angriffsvorbereitung voran. Stattdessen verzettelte er sich in weniger sinnvollen, dafür vielen Springerzügen. Die Zeit nutzte sein Gegner, um dann doch aus der Eröffnung zu kommen und so selbst in Entwicklungsvorsprung zu kommen. Im Gegensatz zu Fabian ließ er keine Luft mehr ran und spielte die Partie sicher runter. Am Ende übersah Fabian ein Turmmatt. Schade, dass Fabian sich noch aufgrund mangelnder Chancenverwertung zu selten selbst belohnt!

Besser machte es Dirk, seit dieser Saison am 4. Brett anzutreffen. Dirk zog einen Angriff sauber auf und konnte alsbald die Qualität Turm gegen Springer erobern. Wenige Züge später setzte Dirk noch einen Doppelangriff auf Turm und Springer, welcher nicht abzuwehren war. Da Dirk auch sämtliche Fallen zwischendrin abwehrte, ging der Sieg ungefährdet an ihn. Wir führten nun wieder mit 2,5:1,5.

Nach seiner hervorragenden Leistung in der vergangenen Saison (6 aus 6) geht es für Oerti nun einige Bretter weiter vorn auf Punktejagd. Am 2. Brett weht dann doch ein anderer Wind. Oerti kam sicher aus der Eröffnung und hielt die Stellung im Gleichgewicht. In der doch recht zähen Partie entwickelte sich zunächst ein Schwerfiguren- und später ein Damenendspiel, welches leicht negativ für uns aussah, da Oerti noch einen Bauern geben musste. Trotzdem blieb die Chance auf ein Dauerschach, auch die Rückgewinnung des Bauern mittels Zwischenschach schien möglich. Oerti entschied sich jedoch für eine andere, wohl nicht optimale Fortsetzung. Auf der Suche nach einem Schach übersah Oerti, dass es seiner Dame an Rückzugsfeldern mangelt. Plötztlich kam sie von h5 nicht mehr fort und Oerti musste die Segel streichen. Schön zu sehen, dass auch Oerti nicht unfehlbar ist und nach dem Durchmarsch letzte Saison endlich mal eine Partie verlor. Gut so, bevor er noch abhebt!  

Nun lag es an Frank uns zum Auftaktsieg zu führen. Seine Stellung war auch sehr vielsprechend. Neben Raumvorteil und Zentrumskontrolle hatte Frank auch deutlich mehr Zeit und gefühlt eine Gewinnstellung auf dem Brett. Er hatte massig Zeit, um seine Figuren für den Durchbruch korrekt zu positionieren, leider tat er es nur unzureichend. Stattdessen öffnete Frank erst die Stellung und musste anschließend noch einige Figuren umpositionieren. Dies ließ auch dem Gegner die nötige Luft, um seine Verteidigung aufzubauen. Frank versuchte noch den ein oder anderen Trick, sein Gegner hatte jedoch fortan immer eine Antwort parat. Am Ende überzog Frank die Stellung wohl sogar, konnte sich jedoch glücklich schätzen, als er das Remisangebot vernahm. Frank akzeptierte. 

Heute wäre sicherlich mehr drin gewesen als dieses 3:3, trotzdem können wir mit dem Punktgewinn gut leben.

Einzelergebnisse SSC Annaburg vs. SK Dessau 93 III 3:3SSC Annaburg vs Holzweißiger SV 3,5:2,5

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