Schach in Annaburg => SSC, wo sonst!

Wenn Dein Gegner Dir ein Remis anbietet, versuch herauszufinden, weshalb er glaubt schlechter zu stehen.
Nigel Short
Schach bereichert den Menschen in kulturvoller Hinsicht, erweitert seinen Horizont und fördert die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Menschen.
Paul Keres
Ich halte jeden, mit dem ich spiele, so lange für einen Meister, bis er mir das Gegenteil bewiesen hat.
Wassili Panow
Um im Schach Erfolg zu erringen, muss man es sehr lieben und Talent mitbringen. Gute Schachspieler werden geboren, berühmte werden geformt.
Michail Tal
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TSG Wittenberg vs. SSC Annaburg 5:3

Daniel Platz vs. Jonas WohlfahrtDaniel vorn gegen Jonas, dahinter Evi

Gegen die TSG Wittenberg mussten wir arbeitsbedingt auf Thomas verzichten, zudem bekam Sebastian eine Pause verordnet. Erstmals in dieser Saison rückten dafür Silke und Hans-Jörg in das Aufgebot. Die TSG Wittenberg gehört zu den festen Größen der Bezirksoberliga und spielte zuletzt regelmäßig um den Aufstieg mit. Daran änderte auch der Abgang von Maximilian Schulz zum SV Merseburg nichts. Weiterhin mischt die TSG im oberen Mittelfeld mit. Für uns ist die TSG im Normalfall eine Nummer zu groß, mit etwas Matchglück rechneten wir uns trotzdem Außenseiterchancen aus. Die TSG unterschätzte uns (leider) nicht und bot ihren Stamm-Achter auf.

Einen Einstand nach Maß feierte unser Neuzugang Hans-Jörg. Hans-Jörg startete einen starken Mattangriff, der eigentlich schon ein 4-zügiges Matt zuließ. An diesem ging Hans-Jörg jedoch vorbei, was bei bester Verteidigung in einer ausgeglichenen Stellung hätte enden können. Doch zu unserem Glück fand die Wittenbergerin diese Verteidigung nicht, sodass Hans-Jörg erneut in klaren Vorteil kam. Noch kurz am 2-zügigen Matt vorbei gegangen und dann war der Punkt eingetütet. Starker Einstand und die 1:0-Führung für uns!

Diese hatte jedoch nicht lange Bestand. Flori spielte die Eröffnung sehr gut, schluckte zu Beginn des Mittelspiels allerdings einen vergifteten Bauern, der taktisch eine Figur kostete. Diesen Vorteil ließ sich sein über 600 DWZ-Punkte stärkerer Kontrahent nicht mehr nehmen.

Ähnlich lief es bei Silke. Silke war die zuletzt fehlende Spielpraxis höchstens im massiven Zeitverbrauch anzumerken, stellungsmäßig machte sie in der Eröffnung vieles richtig. Bereits bei knapper Zeit übersah Silke dann jedoch einen Angriff auf ihren Springer. Der Gaul war weg und damit die Partie. Letztendlich lief die Bedenkzeit erbarmungslos runter, ZÜ. 1:2-Rückstand.

Doch es blieb spannend. Wie fast immer spielte Dirk eine wilde Partie, was aber mal ausnahmsweise eher der Spielweise seines Gegners geschuldet war. Dirk entschied das Eröffnungsduell für sich und erhielt eine bequeme Stellung, was den Gegner zum Läuferopfer verleitete. Damit schaffte er es für einige Verwirrungen auf dem Brett zu sorgen. Dirk überstand ein, zwei kritische Momente, in der beide Seiten nicht die besten Züge fanden. In einer Stellung, die sich im dynamischen Gleichgewicht befand, übertrieb es der Wittenberger dann und opferte eine weitere Figur. Das war dann doch zu viel. Der Angriff löste sich auf und es entstand ein Endspiel mit Mehrfigur, welches Dirk sicher in einen Sieg verwandelte.

Für die 3:2-Führung sorgte Frank. Der Partieverlauf glich der Partie von Dirk auf dem Nebenbrett. Auch Frank kam mit klarem Vorteil aus der Eröffnung, verpasste allerdings den taktischen Schlag im Zentrum. Hier hätte die Partie entgleiten können, was sie zu unserem Glück aber nicht tat. Im Endspiel machte der weit vorgerückte Bauer auf der b-Linie das Rennen.

Zum Schmunzeln brachte mich die Partie von Tilo. Tilo beherzigte sämtliche Eröffnungsregeln und entwickelte seine Figuren sehr natürlich. Die letzte Leichtfigur allerdings auf das falsche Feld. Es ging sofort ein taktischer Schlag, der eine Figur und an sich bereits die Partie kostete. Tilo stemmte sich zwar noch tapfer gegen die Niederlage, konnte sie aber nicht mehr verhindern. Kurios war dies insofern, da wir uns 30 Minuten vor Spielbeginn exakt dieses Motiv noch auf der Handy-App angesehen hatten. Das theoretisch Gelernte direkt mal in der Praxis erprobt, könnte man sagen.

Ich ging etwas ängstlich in meine Partie. Die letzten Ergebnisse von Jonas Wohlfahrt, DWZ 1836 ließen mich vermuten, dass Jonas einen ordentlichen Schritt nach vorne gemacht haben könnte. Zudem überraschte er mich schon mit der Eröffnungswahl. Trotzdem war ausgangs der Eröffnung alles in Ordnung und ich dachte eine aussichtsreiche Stellung auf dem Brett zu haben. Jonas überraschte mich ein zweites Mal als er einen Springer opferte. Dieses Opfer hatte ich so gar nicht auf dem Schirm. Ich kam aus dem Konzept und griff gierig nach der zweiten Leichtfigur, anstatt meine Figuren zur Verteidigung heranzuführen. Dies führte dazu, dass Jonas' Mattangriff durchschlug. Ein sicherlich nicht korrektes Opfer, welches am Brett aber erstmal widerlegt werden muss.

Wir lagen wieder 3:4 hinten und bei Evi sah es diesmal nicht sehr rosig aus. Sie konnte die Eröffnungsphase ausgeglichen gestalten, verpasste es dann aber für Gegenspiel zu sorgen. Taktisch kam ein Bauer abhanden und die eigene Königssicherheit war nicht mehr gewährleistet. Evis knapp 400 DWZ-Punkte stärkerer Kontrahent hatte keine Probleme, die Partie im Endspiel zu seinen Gunsten zu entscheiden.

Letztendlich stand eine 3:5-Niederlage zu Buche, was sicherlich ein an diesem Tag gerechtes Ergebnis darstellt. Wir waren zufrieden, den Wittenbergern einen ordentlichen Kampf über die volle Distanz geliefert zu haben und wußten, dass mit etwas mehr Matchglück ein 4:4 im Bereich des Möglichen gewesen wäre. Während die TSG auf Rang 3 nochmal nach ganz oben schielt, bleiben wir auf dem 7. Tabellenplatz und erwarten in 2 Wochen Verfolger VfL Gräfenhainichen II zum heißen Abstiegskampf.

Einzelergebnisse TSG Wittenberg I vs. SSC Annaburg 5:3Knappe Niederlage bei der TSG Wittenberg

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