Schach in Annaburg => SSC, wo sonst!

Um im Schach Erfolg zu erringen, muss man es sehr lieben und Talent mitbringen. Gute Schachspieler werden geboren, berühmte werden geformt.
Michail Tal
Ich halte jeden, mit dem ich spiele, so lange für einen Meister, bis er mir das Gegenteil bewiesen hat.
Wassili Panow
Wenn Dein Gegner Dir ein Remis anbietet, versuch herauszufinden, weshalb er glaubt schlechter zu stehen.
Nigel Short
Schach bereichert den Menschen in kulturvoller Hinsicht, erweitert seinen Horizont und fördert die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Menschen.
Paul Keres
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SV Bitterfeld-Wolfen vs. SSC Annaburg 3:3

Bezirksliga Tabelle nach Runde 6SSC Annaburg weiterhin 4. in der Bezirksliga

Die 6. Runde des Spielplans hielt für uns ein Auswärtsspiel beim SV Bitterfeld-Wolfen parat. Gegen die noch nicht allzulange existierende Spielgemeinschaft aus Spielern der SG Chemie Bitterfeld und der SG Chemie Wolfen mussten wir bereite im Vorjahr auswärts antreten. Damals, im Oktober 2013, gab es ein stark umkämpftes 3:3. Folglich waren wir für dieses Match gewarnt, wollten aber mit der schon des öfteren angewendeten Vorgabe, 3 vorne + 0,5 hinten, auf Auswärtssieg gehen. Ein Blick auf den Spielbogen zeigte, dass es an jedem der 6 Bretter einen deutlichen DWZ-Favoriten gibt. An den vorderen 3 Brettern galt es uns zu schlagen, während wir an den hinteren drei Brettern in der Außenseiter-Rolle waren. Den geringsten DWZ-Unterschied gab es an Brett zwei, hier hatte Frank "lediglich" 247 DWZ-Punkte mehr aufzuweisen.

Nach unproblematischer, wenn auch etwas winterbedingt glatter Anreise, erreichten Ulrike und ich aus Leipzig sowie Frank, Dirk, Roland und Thomas aus Richtung Annaburg das Spiellokal, in dem neben unserem Spiel auch noch das Bezirksoberliga-Spiel SG Chemie Wolfen - CFC Germania 03 II (4:4) stattfand. Nach dem üblichen Prozedere ging es auch los. Roland hatte leider nicht seinen allerbesten Tag erwischt. Sein Stuhl war noch nicht mal richtig warm, da hätte er eben diesen eigentlich schon wieder verlassen können. In der Sokolski-Eröffnung hing im dritten Zug g7 und damit auch der Turm auf h8. Damit war die Partie natürlich erledigt, auch wenn Roland es sich wohl aufgrund mangelnder alternativer Beschäftigungsmöglichkeiten noch ein paar Züge lang zeigen ließ. Immerhin wird er sich beim nächsten Mal Orang-Utan auf dem Brett wohl an diese Partie erinnern können und rechtzeitig einmal einen Blick Richtung g7 riskieren.

Auch Ulrike erwischte keinen besonders guten Start in ihre Partie. Mit den schwarzen Steinen wußte sie sich im zweiten Zug nur durch De7 zu helfen, um den Einschlag nach Lc4 auf f7 noch zu vermeiden. Infolgedessen hatte Ulrike stark mit ihrem Entwicklungsnachteil zu kämpfen, welcher dann auch zu einer Springergabel auf König und Turm führte. Anschließend zeigte sie jedoch ihr ganzes Können und konnte 2 Leichtfiguren nahezu kompensationslos einheimsen, lediglich 2 Bauern kamen dafür abhanden. Trotzdem ging sie noch in ein leicht schlechteres Endspiel, da sie sich auch 3 verbundenen Freibauern gegenüber sah. Im Endspiel verfolgte Ulrike jedoch leider den falschen Plan, anstatt die Bauern zu blockieren lockte sie diese immer weiter nach vorne. Dies führe dann doch zur Niederlage. Gut gekämpft, trotzdem sind die bisherigen 100 % in dieser Saison nun auch für Ulrike Geschichte.

Thomas war nun der dritte und letzte unserer Spieler mit deutlichem DWZ-Nachteil (rund 380 Punkte). Von seiner Partie bekam ich nicht viel mit. Gefühlsmäßig war sie jedoch ständig im Gleichgewicht. In der Schlussstellung des Schwerfiguren-Endspiels war für mich für keinen der beiden Spieler ein Vorteil auszumachen, sodass das Remis wohl das gerechte Ergebnis ist. Eine gute Leistung von Thomas, womit die hinteren drei Bretter ihre Vorgabe 0,5/3 erfüllten.

Nun lag es also an den vorderen Brettern mit 3/3 eine Auf- und Überholjagd zu starten. Den Anfang machte dabei Frank. Frank nutzte einen Endspiel-Fehler aus und eroberte einen Bauern. Diesen führte er dann sicher zum Sieg.

Bei mir war es diesmal eine klare Sache. Früh konnte ich mit einem Zwischenschach die gegnerische Rochade verhindern und mir gleichzeitig das Zentrum und Raumvorteil sichern. Mein Gegner verteidigte sich sehr zäh und ich fand auch nicht immer die optimalste Fortsetzung (mein Vorsprung schwankte mehrmals zwischen 0,5 und 2,5 Bauerneinheiten), letztendlich unterlief ihm dann aufgrund des hohen Drucks aber doch ein Fehler, welcher mir eine Gabel auf Dame und Turm und damit auch den nötigen Durchbruch ermöglichte. Ausgleich!

Es lag also an Dirk die Vorgabe der vorderen Bretter zu erfüllen und so den Mannschaftssieg herbeizuführen. Dirk spielte eine Partie auf Augenhöhe, in der er zwar die Initiative hatte, aber zumindest augenscheinlich eine zündende Idee für den Durchbruch fehlte. Dirks Gegner, eigentlich mit einer DWZ von 1343 Kanonenfutter für Dirk, ist wohl mit dem richtigen Fuß aufgestanden. Ihm unterlief nicht nur kein Fehler, er verteidigte sich auch stark und stellte Dirk so vor große Probleme. Dirk probierte alles und opferte doch etwas abenteuerlich. Fortan ging es eher andersrum, doch glücklicherweise gab sich der Wolfener kurz darauf mit einer Punkteteilung zufrieden. Leider hatte Dirk sein Liga- und nicht das Pokal-Gesicht aufgesetzt.

Somit haben wir den Auswärtssieg leider verpasst, insgesamt gesehen ist das 3:3 aber ein gerechtes Ergebnis. Mit etwas Pech hätten wir hier am Ende auch ohne Mannschaftspunkt dastehen können. Wir belegen weiterhin den 4. Tabellenplatz, die Abstände nach unten sind aber gering, sodass wir in den letzten 3 ausstehenden Spielen noch den ein oder anderen Mannschaftspunkt mitnehmen müssen.

Einzelergebnisse SV Bitterfeld-Wolfen gegen SSC AnnaburgSV Bitterfeld-Wolfen vs. SSC Annaburg 3,5:2,5

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