Wir freuten uns nicht sonderlich über unser Pokallos Anhalt Dessau, da in Dessau zwar die Kekse neben Brett stehen, die Trauben inzwischen allerdings doch recht hoch hängen. Trotzdem wußten wir, dass wir auch eine Chance haben werden, wenn es uns irgendwie gelingt eins der vorderen Bretter für uns zu entscheiden. Hinten machte HaJö kurzen Prozess, gewann taktisch eine Figur, später die Partie und brachte uns in Führung. Die Hoffnung auf die Überraschung lebte.
Doch bei Dirk und mir war recht schnell erkennbar, dass es heute Einbahnstraßenschach geben wird. Ich hatte mir zwar vorgenommen halbwegs risikolos zu spielen und meinen Gegner kommen zulassen, doch das erwies sich nicht als der richtige Ansatz. Ich wurde recht zügig überspielt und konnte in unübersichtlicher Stellung nur noch auf einen Patzer hoffen. Der kam nicht und ich gab alsbald auf. Dirk erging es nicht besser. Aus der Eröffnung heraus hatte Dirk mit schwachen schwarzen Feldern zu kämpfen und damit Probleme seinen König in Sicherheit zu bringen. Er verteidigte sich zäh, gab dabei allerdings zu viele Bauern ab, sodass das Bauernendspiel hoffnungslos war und nicht mehr ausgespielt wurde. Der Punkteteilung am Nähesten war Schöni. Bis ins Endspiel hielt er seine Partie im Gleichgewicht, verwaltete allerdings die schwieriger zu spielende Stellung. Sein Kontrahent knetete solange bis sich eine Lücke auftat. Auch die Partie ging für uns noch verloren.
Letztlich trat das Normalste ein. Wir verlieren beim höherklassigen Landesligisten mit 1:3 und scheiden aus dem Pokal aus. Trauben gab es für uns nicht, aber immerhin Kekse.
Nur Kekse, keine Trauben
