Ein punktloses Wochenende erlebten unsere 3 Mannschaften im Ligabetrieb. Für unsere Erste ging es nach Wittenberg zur TSG. Ein Gegner, der uns nicht sonderlich liegt, die letzten 6 Ligaduelle gingen allesamt verloren. Nur im Pokal konnten wir uns mal durchsetzen. Trotzdem wähnten wir uns so nah an TSG, wie noch nie und brachten nahezu unsere beste Aufstellung an die Bretter.
Tilo konnte gegen das Londoner System bequem ausgleichen. In angenehmer Stellung übersah er leider einen angegriffenen Zentrumsbauern, der mit Tempo genommen wurde, wodurch unmittelbar noch der zweite Zentrumsbauer verloren ging. Die Partie war dahin. Einen ähnlich großen Bock schoss ich. Ich rechnete minutenlang ein Springeropfer. Beide möglichen Wege führten zu meinem Vorteil. Einen dritten möglichen Vertedigungszug übersah ich völlig und fiel halb vom Stuhl als ihn mein Gegner aufs Brett stellte, ohne viel Gehirnschmalz dafür aufzubringen. Die Stellung war nicht mehr zu retten. Und alles was wir uns vorgenommen hatten, rückte in weite Ferne.
Im Duell der beiden Dirks konnte unser Dirk mit den schwarzen Steinen bequem ausgleichen und begnügte sich alsbald mit der Punkteteilung. Flori rochierte lang und startete einen Angriff am Königsflügel. Der Vorteil wechselte hin und her bis Flori in Zeitnot einen Spieß übersah, der den Turm kostete. Trotz des bitteren Endes konnte Flori erneut nachweisen, dass er gegen DWZ-mäßig deutlich stärkere Spieler inzwischen mithalten kann. Einen starken Sizi-Angriff zeigte uns HaJö. Er ging zwischendrin an einfacheren Gewinnmöglichkeiten vorbei, holte letzlich aber den vollen Punkt. Bei Thomas machten sich die 250 DWZ-Punkte Nachteil diesmal doch recht zügig bemerkbar. Ein bis zwei Ungenauigkeiten reichten aus, um ins Hintertreffen zu geraten. Sein Kontrahent ließ keine Luft mehr ran, womit der Mannschaftskampf beim Zwischenstand von 1,5:4,5 entschieden war.
Ein Leichtfigurenendspiel mit Minusbauer hatte Frank zu verwalten. Er nahm eine Festung ein und ließ seinen Gegner nicht durch. Für Ergebniskosmetik konnte Schöni sorgen. Er hatte im Mittelspiel Glück, dass einer seiner Läufer nicht gefangen wurde, erarbeitete sich dann aber nach und nach kleinere Vorteile und die angenehmere Stellung. Zunächst schenkte Schöni den Vorteil nochmal her, im Turmedspiel setzte er sich dann aber doch durch.
Es bleibt dabei. In Wittenberg gibt es für uns einfach nix zu holen. Das 3:5 spiegelt das Kräfteverhältnis wohl auch ganz gut wider, denn 4 der letzten 5 Spiele gegen die TSG endente exakt mit diesem Ergebnis von 3:5. In der Tabelle rutschen wir einen Platz ab und sind nun Sechster.
SV Blau-Rot Coswig II vs. SSC Annaburg II 4:2
Unsere Zweite verkaufte sich in Coswig recht teuer. Roberto und Guido verloren. Evi (ungeschlagen an Brett 1), Silke (über 300 DWZ-Punkte Nachteil), Andre (erstmals gegen eine Spielerin mit mehr als 1400 DWZ) und Sebastian (knapp 500 DWZ-Punkte Nachteil) gelang jeweils ein Remis und damit ein persönliches Erfolgserlebnis. Mit 2:4 blieb die Niederlage im Rahmen. Trotzdem droht unsere Zweite so langsam den Anschluss ans rettende Ufer zu verlieren.
SSC Annaburg III vs. VfL Gräfenhainichen V 1:3
Gute Leistungen zeigten unsere Nachwuchsleute. Jonas, Willi und Lara (in ihrem ersten Einsatz für uns) lieferten heftige Gegenwehr und verpassten teilweise mehrmals den Weg zum Vorteil. Alle 3 mussten am Ende aber ihren Gegnern zum Sieg gratulieren. Genau andersherum war es bei Emil. Erst schlecht gestanden, entfesselte er dann einen starken Känigsangriff und setzte alsbald Matt. Nach 2 Spielen steht Emil damit noch bei 100%. Unsere Dritte ziert trotzdem mit 0 Punkten das Tabellenende.
Alles beim Alten gegen TSG

