Zum 1. Mai lud der SV Chemie Böhlen zum Schnellschachturnier im Gedenken an verstorbene Vereinsmitglieder. Das Turnier, an dem ich mich beteiligte, war eingebettet in die örtliche Maifeier, sodass die Versorgung mit Erbsensuppe, Kaffee und Kuchen bestens gesichert war. Neben mir beteiligten sich noch 43 weitere Spieler, verteilt auf A- und B-Open (<1450 DWZ). Die größte Peinlichkeit passierte mir gleich in Runde 1. Vom späteren Letzten der A-Gruppe, Martin Barth (SF Fortuna Leipzig, DWZ 1402) ließ ich mich komplett Überspielen und kam überhaupt nicht in die Partie.
Schach in Annaburg => SSC
Simultan gegen GM Jergus Pechac
Der USV TU Dresden hatte in dieser Saison nix mit dem Abstieg zu tun und sicherte sich schon frühzeitig den Klassenerhalt in Liga 1. Am Ende landeten die Dresdner auf Tabellenplatz 8. Zumeist an Brett 2 saß dabei GM Jerguš Pecháč. Er holte im Saisonverlauf 6,5 Punkte aus 10 Partien. Ihn durfte ich nun beim GM-Simultan herausfordern. Am Montag nach dem letzten Bundesliga-Wochenende veranstaltet der USV TU Dresden dieses GM-Simultan, bei dem ich mich im Vorjahr gegen Mateusz Bartel versuchte. Dieses Mal stand mir mit GM Jerguš Pecháč der jüngste slowakische Großmeister aller Zeiten gegenüber. Er schaffte es einmal, in nur einem Jahr 426 ELO-Punkte dazu zugewinnen.
Gut was los auf dem Fest der Vereine
Während unsere erste Mannschaft in Löberitz um den Klassenerhalt kämpfte, präsentierten Ulrike und Evi unseren Verein auf dem Fest der Vereine in Annaburg. Dankenswerterweise bekamen beide vor Ort tatkräftige Unterstützung dortiger Helfer beim Schleppen der Materialien, Tische und Bänke. Wir hatten den perfekten Platz in der Mitte des Festes und waren mit unserem Aufsteller, dem Großfeldschach und 5 Brettern vor Ort. Das Fest war insgesamt sehr gut besucht. An unserem Stand war zu jeder Zeit richtig was los, es wurde gespielt, gelacht, alte und neue Gesichter getroffen. Vielleicht schaut der eine oder andere davon ja auch bei einem unserer nächsten Trainings mal vorbei. Das Interesse war auf jeden Fall riesig. Zum Nachmittag hin traf dann auch unsere 1. Mannschaft aus Löberitz ein, um zu verstärken und den Klassenerhalt zu feiern. Ein großes Dankeschön an Ulrike und Evi, die unseren Verein wieder einmal sehr symphatisch der Annaburger Bevölkerung präsentierten.
Dirk: Erst Posieren, dann Remisieren
Das Beste zuerst, wir bleiben drin und dürfen in der nächsten Saison wieder in der Bezirksoberliga antreten. Bis das feststand, mussten wir aber doch ganz schön zittern. Unser Gegner, die zweite Mannschaft der SG 1871 Löberitz, hatte im Vorfeld eine Verlegung der Partie beim Staffelleiter beantragt, da ein Großteil des Teams die Löberitzer Frauenmannschaft zum Saisonabschluss nach Deggendorf begleiten wollte (leider haben die Löberitzer Frauen den Klassenerhalt dort knapp verpasst). Aufgrund dessen, dass es sich um den letzten Spieltag handelte, stimmte der Staffelleiter einer Verlegung nicht zu. In Deggendorf saß dann auch nur eine Spielerin aktiv am Brett, die sonst vielleicht gegen uns gespielt hätte. Löberitz schaffte es dann immer noch, eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen, gegen die wir Außenseiter waren.
