Beim Februar-Monatsblitzturnier des USV-Halle schaffte ich es nicht unter die besten Acht und konnte somit keine weiteren Punkte für die Gesamtwertung einsammeln. Bei 15 Teilnehmern erreichte ich nur den 11. Platz. Trotzdem konnte ich einige Achtungserfolge einfahren, so gelangen mir sichere Remis gegen FM Jens Reipsch (USV Halle; DWZ 2215) und FM Thomas Höpfl (USV Halle, DWZ 2211). Gegen Thomas durfte ich gleich dreimal spielen in diesem Turnier. Die anderen beiden Partien verlor ich chancenlos. Siege glückten mir unter anderem gegen Niklas Geue (USC Magdeburg, DWZ 2190) und meinen Angstgegner Martin Huth (USV Halle, DWZ 1959). 7 Anläufe benötigte ich, um Martin endlich zu besiegen, die Bilanz ist mit 1:6 aber weiterhin desolat. Leider verpasste ich es im letzten Spiel gegen Gustav Polzin (USV Halle, DWZ 1494) gleich mehrmals meine Stellung zum vollen Punkt zu verwerten (bis zu 4,5 BE Vorteil). Stattdessen lief ich in eine unangenehme Fesselung, die mir das Genick brach. So landete mich mit meinen 4,5 Punkten aus 12 Spielen nur auf dem 11. Platz und eben nicht auf dem 8. Rang, für den ich genau diesen einen Sieg mehr gebraucht hätte. Das Turnier gewann FM Thomas Höpfl vom USV Halle, auch weil er allein gegen mich 2,5/3 holte, punktgleich vor Niklas Geue (USC Magdeburg), den ich besiegte. Kurios empfand ich die Gegnerzuteilung durch Lichess. Während der Turniersieger gegen den Zweit-, Dritt- und Viertplatzierten keine einzige Partie zu absolvieren hatte, spielte ich gleich 5 meiner 12 Partien gegen die Spieler auf den Plätzen 1-4.
Schach in Annaburg => SSC
Nach Dameneinsteller hätte ich hier mit Weiß erneut in Vorteil kommen können. Doch wie?
Ein überragender 4. Platz glückte mir beim 1. von 6 geplanten Tarrasch-Turnieren. Von Januar bis Mai soll dabei monatlich ein Turnier online auf Lichess stattfinden. Der letzte Teil der Turnierserie ist als Präsenzturnier in die Löberitzer Schachtage eingebettet. Wäre schön, wenn der Plan der Organisatoren aufgeht. Für mich lief es im Januar-Turnier sensationell gut, zumindest ergebnistechnisch glückte mir so ziemlich alles, spielerisch war es dann aber doch zum Haare raufen. Im 1. Spiel stand ich gegen Bernd Wagner (SV Aufbau Bernburg, DWZ 1900) bereits auf verlorenem Posten (7 BE Nachteil) und setzte noch auf ein paar letzte Schachgebote. Bernd fand die korrekte Königsroute nicht und lief ins Selbstmatt.
Dem glücklichen Auftaktsieg folgte im 2. Spiel ein sicherer Sieg gegen Markus Binnewies (PTSV Halle, DWZ 1734), den ich eigentlich schon in der Eröffnung hätte festschnüren müssen, mich stattdessen aber über 51 Züge quälte. Markus lief mir seit Corona-Zeiten schon zum dritten Mal online über den Weg, inzwischen spricht die Bilanz mit 2:1 knapp für mich. Zuletzt besiegte ich ihn im Dezember beim Weihnachtsturnier.
Beim Dessauer Neujahrsblitzturnier lief es für mich doch eher bescheiden. Mehrmals setzte ich eine gute Stellung noch in den Sand und so erreichte ich in der Endabrechnung auch nur den 8. Platz. Insgesamt nahmen 18 Spieler am Turnier teil, welches FM Harald Matthey vom Gastgeberverein SK Dessau 93 gewann. Von den 13 Partien gewann ich 7 und verlor 6.
Roland Platz (1957-2020)
Mit tiefer Trauer und aufrichtiger Anteilnahme nehmen die Schachfreunde des SSC Annaburg Abschied von unserem langjährigen Vereinsvorsitzenden Roland Platz. Er verstarb nach schwerer Krankheit friedlich am 25.12.2020. Er wurde 63 Jahre.
Er erlernte das Schachspiel bereits im Kindersalter, aber seine vielseitigen Begabungen setzten andere Prioritäten. Erst als seine Kinder (Daniel und Evelyn) zum Schachtraining fanden, reaktivierte er seine Kenntnisse und unterstützte die Vereinsarbeit. Nach einem schweren Unglücksfall im Verein übernahm er im Jahr 2004 in einer schwierigen Zeit den Vereinsvorsitz, den er bis zuletzt inne hatte. Unvergessen sind seine zahllosen Einsätze im Punkt- und Pokalspielgeschehen, seine unaufgeregte Führungsstärke und nicht zuletzt unsere Vereinsfeiern, bei denen er selbst hin und wieder Gastgeber war.
Der SSC Annaburg hat dem Wirken von Roland Platz sehr viel zu verdanken. Bis zum Schluss hat er dem "königlichen Spiel" die Treue gehalten. Dafür danken wir ihm sehr.
Wir wünschen seiner Frau, unseren Schachfreunden Daniel, Evelyn und Ulrike, sowie deren Familien und allen Angehörigen viel Kraft in den schweren Stunden des Abschiedes.
Wir werden das Andenken an Roland Platz stets in unseren Herzen tragen.
Vorstand, im Namen aller Mitglieder des SSC Annaburg