Der SV Dresden-Striesen verlegte kürzlich sein Gründungsdatum nach vorn. Von 1990 auf 1922. Und schon hatte man was zu feiern, nämlich 100-jährliches Bestehen. Was ein schöner Zufall. Die Feierlichkeiten beinhalteten ein Schnellschachturnier, an dem sich neben mir 44 weitere Feierwütige beteiligten. Der Plenarsaal des Dresdner Rathauses bot dafür die allerbesten Bedingungen. Nach einem leichten Sieg in Runde 1 gegen Daniel Wetzel (SV Dresden-Striesen, DWZ 928) wurde es in Runde 2 direkt kurios. Ich verlor meine Partie gegen den Setzlistenersten FM Daniel Siedentopf (SG Grün-Weiß Dresden, DWZ 2234), wurde für Runde 3 aber trotzdem mit 2 Punkten ausgelost. Es stellte sich heraus, dass mein Gegner das Ergebnis falsch eingetragen hatte und nun keine sonderlich großen Ambitionen mehr hatte dieses noch ändern zu lassen. Habe ich so auch noch nicht erlebt. Mit voller Punktzahl traf ich nun auf Günter Weidlich (SV Fortschritt Pirna, DWZ 2079). Gegen Günter machte ein weit vorgerückter Freibauer das Rennen. Diesen konnte er nur unter Leichtfigurengabe vor der Umwandlung stoppen. Das Endspiel mit Mehrfigur gewann ich sicher und startete somit perfekt mit 3/3 ins Turnier.
Daniel vorn gegen Jonas, dahinter Evi
Gegen die TSG Wittenberg mussten wir arbeitsbedingt auf Thomas verzichten, zudem bekam Sebastian eine Pause verordnet. Erstmals in dieser Saison rückten dafür Silke und Hans-Jörg in das Aufgebot. Die TSG Wittenberg gehört zu den festen Größen der Bezirksoberliga und spielte zuletzt regelmäßig um den Aufstieg mit. Daran änderte auch der Abgang von Maximilian Schulz zum SV Merseburg nichts. Weiterhin mischt die TSG im oberen Mittelfeld mit. Für uns ist die TSG im Normalfall eine Nummer zu groß, mit etwas Matchglück rechneten wir uns trotzdem Außenseiterchancen aus. Die TSG unterschätzte uns (leider) nicht und bot ihren Stamm-Achter auf.
Einen Einstand nach Maß feierte unser Neuzugang Hans-Jörg. Hans-Jörg startete einen starken Mattangriff, der eigentlich schon ein 4-zügiges Matt zuließ. An diesem ging Hans-Jörg jedoch vorbei, was bei bester Verteidigung in einer ausgeglichenen Stellung hätte enden können. Doch zu unserem Glück fand die Wittenbergerin diese Verteidigung nicht, sodass Hans-Jörg erneut in klaren Vorteil kam. Noch kurz am 2-zügigen Matt vorbei gegangen und dann war der Punkt eingetütet. Starker Einstand und die 1:0-Führung für uns!
Diese hatte jedoch nicht lange Bestand. Flori spielte die Eröffnung sehr gut, schluckte zu Beginn des Mittelspiels allerdings einen vergifteten Bauern, der taktisch eine Figur kostete. Diesen Vorteil ließ sich sein über 600 DWZ-Punkte stärkerer Kontrahent nicht mehr nehmen.

