Das 27. Georg-Schönfelder-Landopen, veranstaltet vom SV Jenapharm Jena, stand dieses Jahr unter keinem guten Stern. Zuerst die Corona-Pandemie mit ihren vielen offenen Fragen, dann der Beinbruch des Hauptschiedsrichters Bernd Mißbach, der zu einer kurzfristigen Verlegung führte und letztendlich das überraschende Ableben eines Turnierteilnehmers. Daniel Platz konnte alle 7 Runden bestreiten, Frank Mißbach nur 3 und Dirk Helbig wurde durch die Verlegung (wegen fehlendem Urlaub) an der Teilnahme gehindert. Zumindest für Daniel, der sich bereits zweifach in die Siegerliste eintragen konnte, sollte es für einen Platz auf dem Treppchen reichen. Gespielt werden 7 Runden an 7 Tagen, jeden Tag eine Partie. Entsprechend dem Hygiene-Konzept (gespielt wurde an 2 Brettern) saß man seinem Gegner nicht direkt, sondern schräg gegenüber und hatte sowohl die eigenen, als auch die Züge seines Gegnes auszuführen. So mancher Spieler hatte mit dem ungewohnten Verfahren sichtbare Schwierigkeiten.
Zur besten Kaffeezeit, Sonntag nachmittags, beteiligte ich mich am Allersberger Kirchweihopen. Gesetzt war ich an Eins, jedoch ging ich mit der Bürde von 3 Minuspunkten an den Start. Gespielt wurde mit sogenannter Bonus-Malus-Regelung, um die Spielstärkenunterschiede auszugleichen. Je nach DWZ bekam ein Spieler somit bis zu +2 Punkte zugesprochen, bei entsprechend hoher DWZ aber bis zu -3 Punkten aufgebürdet. Chancen auf den Turniersieg rechnete ich mir bei 5 Punkten Rückstand auf die Spitze im 10-ründigen Turnier (Schnellschach 10min) somit nicht aus. Doch zunächst begann meine Aufholjagd verheißungsvoll. Ich startete mit 4/4 optimal ins Turnier. Recht sichere Siege glückten mir gegen Frank Elpelt (SC Eschborn 1974, DWZ 1543), Emmilie König (Delmenhorster SK 1931, DWZ 1541), Gino Gillmeister (SC Borussia Lichtenberg, DWZ 1648) und Florian Schneider (SC Oberwinden 1957, DWZ 1239)
