So langsam werden die ersten Präsenzturniere nachgeholt, die seit dem Corona-Beginn verschoben wurden. Dazu zählt auch die Einzelmeisterschaft im Schnellschach die in Merseburg in den 30. Sparkassen-Cup eingebettet wurde. Das Jubiläum ließ ich mir nicht entgehen. Die Schutzmaßnahmen waren angemessen und umfassten das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung abseits des Bretts und dem Desinfizieren der Hände nach jeder Runde. Ich wollte einfach Spaß am Spielen haben und setzte mir keine sportlichen Ziele. In Runde 1 hatte ich leichtes Spiel. Nach einem taktischen Figurengewinn war die Partie gewonnen. Ungleich schwieriger wurde es da schon in Runde 2, als ich mich zunächst überhaupt nicht in den Ansetzungen wieder fand.
11. beim Schnellschachturnier
Nachmittags spielte ich noch in Bayern, am Abend saß ich dann schon in Kiel an den Brettern. Das funktioniert wohl auch nur in Corona-Zeiten. 7 Runden Schnellschach, 10 min zzgl. 3 Sekunden Inkrement, standen auf dem Programm. Mir steckten jedoch noch die Strapazen vom nachmittäglichen Turnier in den Knochen. Prompt versemmelte ich die erste Runde gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner. In den folgenden Runden fing ich mich jedoch, siegte dreimal in Folge und lag zur Turniermitte mit 3/4 durchaus im Soll. Stolz war ich vor allem auf meinen Angriffssieg gegen Armin Cremerius vom SF Köln-Longerich 1956, DWZ 1542. Leider folgten der Siegesserie nun wieder 2 Niederlagen gegen stärkere Gegnerschaft. Besonders bitter war die Niederlage in Runde 6 gegen Tobias Kolb (SV Seubelsdorf, DWZ 2181). Im gewonnen Endspiel (+2,8 Bauerneinheiten) verließen mich die Nerven und ich stellte Springer nebst Partie ein. Mit einem 11-zügigen Sieg gelang mir gegen Olaf Ahrens (Hamburger SK 1830, DWZ 1647) ein versöhnlicher Turnierabschluss.
