Ich halte jeden, mit dem ich spiele, so lange für einen Meister, bis er mir das Gegenteil bewiesen hat.
Wassili Panow
Schach bereichert den Menschen in kulturvoller Hinsicht, erweitert seinen Horizont und fördert die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Menschen.
Paul Keres
Um im Schach Erfolg zu erringen, muss man es sehr lieben und Talent mitbringen. Gute Schachspieler werden geboren, berühmte werden geformt.
Michail Tal
Wenn Dein Gegner Dir ein Remis anbietet, versuch herauszufinden, weshalb er glaubt schlechter zu stehen.
Die 7. Runde führte uns nach Bad Schmiedeberg zu unserem nächsten Kontrahenten im Bezirkspokal, dann schon im Halbfinale. Allerdings wird die Schmiedeberger Mannschaft Ende März wohl eine deutlich stärkere sein als die heutige. Heute galt es erst einmal sich mit einem Auswärtssieg wohl aller Abstiegsgedanken entledigen zu können. Dazu kam es uns recht gelegen, dass Bad Schmiedeberg nicht gerade in Idealbesetzung an die Bretter ging, allein vorne fehlten die an 1-4 Gesetzten. Wir hingegen reisten zum zweiten Mal in dieser Saison mit unserem Stamm-Sechser an, nachdem wir diesen zuvor lediglich in Jeßnitz ins Rennen schicken konnten.
Die 6. Runde des Spielplans hielt für uns ein Auswärtsspiel beim SV Bitterfeld-Wolfen parat. Gegen die noch nicht allzulange existierende Spielgemeinschaft aus Spielern der SG Chemie Bitterfeld und der SG Chemie Wolfen mussten wir bereite im Vorjahr auswärts antreten. Damals, im Oktober 2013, gab es ein stark umkämpftes 3:3. Folglich waren wir für dieses Match gewarnt, wollten aber mit der schon des öfteren angewendeten Vorgabe, 3 vorne + 0,5 hinten, auf Auswärtssieg gehen. Ein Blick auf den Spielbogen zeigte, dass es an jedem der 6 Bretter einen deutlichen DWZ-Favoriten gibt. An den vorderen 3 Brettern galt es uns zu schlagen, während wir an den hinteren drei Brettern in der Außenseiter-Rolle waren. Den geringsten DWZ-Unterschied gab es an Brett zwei, hier hatte Frank "lediglich" 247 DWZ-Punkte mehr aufzuweisen.
Für das Pokal-Viertelfinale gegen den Landesligisten (2 Ligen höher als wir) wichen wir in unsere Trainingsräume nach Jessen aus, welche uns Allemannia freundlicherweise jeden Freitag zur Verfügung stellt. Da wir am Freitag beim Training genau zu acht waren konnten wir das Viertelfinale schonmal intern ausspielen. Dabei gewannen die für Dessau Angetretenen mit 3:1, wobei ich kurz vor dem Sieg noch pflichtbewusst über eine Aufgabe nachdachte, schließlich sollte der Sieg nach Annaburg gehen. 2 Tage später wollten wir dann für ein anderes Ergebnis sorgen. Sonntag um 10:00 oder auch 10:15 Uhr war es dann soweit. Mit etwas Verspätung, aber immerhin noch im akademischen Viertel ging es los. Während es für uns bereits die dritte Pokalrunde war, hatte Anhalt übrigens in der ersten Runde ein Freilos und in der zweiten Runde spielfrei, nun also auch Pokalauftakt für die Dessauer! Die Strategie war wie immer die gleiche, an den ersten drei Brettern müssen 2 Punkte her und hinten lassen wir Fabian machen was er will.
Diesmal nicht wie in den vergangenen 3 Jahren in der Zentralen Runde, sondern zum Jahresauftakt, hieß unser Kontrahent SV Roßlau. Wie immer gegen Roßlau stellten wir uns auch diesmal auf ein enges Duell ein, nicht umsonst endeten die letzten drei Vergleiche gegen unseren Tabellennachbarn stets 3:3-Unentschieden. Diesmal wollten wir den Heimvorteil jedoch zu 2 Mannschaftspunkten nutzen.
Mir saß wie in jedem Jahr Andreas Troch gegenüber. Meinen Roßlauer Dauergegner hatte ich zuletzt immer ganz gut im Griff. Aus den letzten drei Vergleichen konnte ich ihm immerhin 2,5 Punkte abnehmen. In diesen drei Spielen seit 2012 führte ich jedoch stets die weißen Steine, diesmal oblag mir also die Ehre des Nachziehenden. Damit schien ich allerdings meine Probleme zu haben. In der Reti-Eröffnung kam ich zunächst gut aus der Eröffnung, spielte anschließend jedoch mehrere ungenaue Züge, wodurch Andreas die Initiative erhielt und ich nur bemüht war, die Stellung im Gleichgewicht zu halten. Auch schon traditionell bietet mir Andreas bereits kurz nach der Begrüßung Remis, diesmal war es im 11.Zug soweit. Während ich dieses Remisangebot noch ausschlug, war ich bei seinem zweitem Remisangebot im 17.Zug schon nahezu dazu gezwungen dieses zu akzeptieren. Meine Stellung bot mir keinerlei Angriffsmöglichkeiten, sodass ich, nicht gerade erfreut über meine Leistung, das Remisangebot annahm. Leider hatte ich Andreas erst bei den anschließenden Blitz-Duellen im Griff.
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