Zum 1. Mai lud der SV Chemie Böhlen zum Schnellschachturnier im Gedenken an verstorbene Vereinsmitglieder. Das Turnier, an dem ich mich beteiligte, war eingebettet in die örtliche Maifeier, sodass die Versorgung mit Erbsensuppe, Kaffee und Kuchen bestens gesichert war. Neben mir beteiligten sich noch 43 weitere Spieler, verteilt auf A- und B-Open (<1450 DWZ). Die größte Peinlichkeit passierte mir gleich in Runde 1. Vom späteren Letzten der A-Gruppe, Martin Barth (SF Fortuna Leipzig, DWZ 1402) ließ ich mich komplett Überspielen und kam überhaupt nicht in die Partie.
Dirk: Erst Posieren, dann Remisieren
Das Beste zuerst, wir bleiben drin und dürfen in der nächsten Saison wieder in der Bezirksoberliga antreten. Bis das feststand, mussten wir aber doch ganz schön zittern. Unser Gegner, die zweite Mannschaft der SG 1871 Löberitz, hatte im Vorfeld eine Verlegung der Partie beim Staffelleiter beantragt, da ein Großteil des Teams die Löberitzer Frauenmannschaft zum Saisonabschluss nach Deggendorf begleiten wollte (leider haben die Löberitzer Frauen den Klassenerhalt dort knapp verpasst). Aufgrund dessen, dass es sich um den letzten Spieltag handelte, stimmte der Staffelleiter einer Verlegung nicht zu. In Deggendorf saß dann auch nur eine Spielerin aktiv am Brett, die sonst vielleicht gegen uns gespielt hätte. Löberitz schaffte es dann immer noch, eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen, gegen die wir Außenseiter waren.


